Das EuroPeers-Projekt
EuroPeers sind junge Menschen, die am EU-Programm JUGEND IN AKTION teilgenommen haben und ihre europäischen Erfahrungen an andere Jugendliche weitergeben möchten. Sie waren als Europäische Freiwillige oder mit einer Jugendbegegnung im Ausland oder haben sich in einer Jugendinitative engagiert.
Um Lust auf Europa zu machen, gehen sie in Schulen, Jugendzentren, Kulturzentren, Fußgängerzonen oder zu anderen Orten, an denen sie Jugendliche treffen. Sie erzählen von ihren Erfahrungen mit Europa und informieren sowohl über das EU-Programm JUGEND IN AKTION wie auch über andere Mobilitätsprogramme. Darüber hinaus gestalten sie Workshops, Schulstunden, Ausstellungen etc.
Neben selbst organisierten Veranstaltungen freuen sich die EuroPeers verstärkt von außen in Veranstaltungen eingebunden zu werden.
Warum gibt es EuroPeers?
Wer kann Jugendlichen besser klar machen, wie man Europa aktiv erleben und mitgestalten kann, als Leute, die im gleichen Alter sind und selbst schon europäische Erfahrungen gemacht haben?
Die persönlichen Erfahrungen, über die EuroPeers berichten können, sind das beste Zeugnis dafür, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema „Europa“ nicht nur trockener Wissenserwerb, sondern auch jede Menge Erlebnis und Spaß bedeuten kann. Insbesondere Jugendliche, die bisher wenig Zugang zu Europa haben, profitieren von dem peer-to-peer-Angebot.
Wie ist das Projekt entstanden?
Das Projekt „EuroPeers“ wurde im Jahr 2005 von JUGEND für Europa, der Deutschen Agentur für das EU-Programm JUGEND IN AKTION, entwickelt. Ziel war es, während der Europäischen Jugendwoche im Dezember möglichst viele Jugendliche über die Möglichkeiten zu informieren, die Europa ihnen bietet.
Diese Informationen sollten peer-to-peer von jungen Menschen kommen, die selber bereits europäische Erfahrungen gesammelt hatten. Das Projekt EuroPeers war geboren!
Im September 2005 wurden 90 junge Menschen zwischen 18 und 26 Jahren zu EuroPeers geschult. Im Anschluss führten sie während der Europäischen Jugendwoche über 100 Veranstaltungen an über 80 Orten in ganz Deutschland durch. In Schulen, Berufsschulen, Vereinen und Jugendtreffs wurden dabei ca. 5.500 Jugendliche aus der Zielgruppe der 16- bis 20jährigen erreicht.
Was ist seitdem passiert?
Seither wurden in fünf weiteren Trainings 300 EuroPeers von JUGEND für Europa geschult. Inzwischen haben EuroPeers schon über 500 Aktionen organisiert und durchgeführt – deutschlandweit und mittlerweile auch in anderen europäischen Ländern. Erreicht wurden mit den Veranstaltungen ca. 15.000 Jugendliche.
Wie geht es weiter?
Die EuroPeers sind zu einem starken Netzwerk zusammen gewachsen, in dem auch ein Großteil der älteren EuroPeers nach wie vor aktiv ist. Auf dem Jahrestreffen 2009 waren z.B. EuroPeers aus fast allen „Trainingsgenerationen“ mit dabei. Gleichzeitig versuchen EuroPeers gemeinsam mit JUGEND für Europa sich noch stärker regional zu vernetzen und es wird überlegt, wie die EuroPeers-Idee auch in andere europäische Ländern getragen werden kann.


